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Werner HARTMANN



wurde am 5. Mai 1945 in Zug, Schweiz, geboren.

 1956 - 1962 lebte er Hinwill im Zürcher Oberland, wo er auch seine Lehre als Maschinenmechaniker
absolvierte. In dieser Zeit finden auch seine ersten Malversuche statt.
 1962 - 1965 wechselweise Reisen (darunter Hamburg, Paris, Schweden, Spanien und Italien), Berufsarbeit und Beschäftigung mit der Malerei.
 1965 Kunstakademie in Oslo
 1968 Eidgenössisches Kunststipendium
 1968 - 1969  Besuch der Kunstakademie in Den Haag
 1969 - 1974 Wohnsitz in in Ecublens (VD)
 1971 Stipendium des Kanton Zürich
 1973 Eidgenössisches Kunststipendium
Stipendium des Kanton Zürich
 1974   Stipendium der StEO-Stiftung (Unterstützung, Förderung und Auszeichnung im Kanton
Zürich wohnhafter oder heimatberechtiger strebsamer Talente)
 1975 Stipendium des Kanton Zürich
 1976 Stipendium der StEO-Stiftung
Aufenthalt in den Cinqueterre
 1977 Umzug nach Zürich
Stipendium des Kanton Zürich
Stipendium der Pro Arte Stiftung
 1978 Stipendium der Cassinelli-Vogel-Stiftung
 1986 Aufenthalt auf der Osterinsel
  

Werner Hartmann starb am 18. Februar 1993 in Zürich.


Der Künstler hat sein reichhaltiges Werk ganz der Erforschung der Wechselwirkung zwischen Bild, Zeichen und Schrift gewidmet.

Hartmann beginnt in den 60igern mit großformatigen tachistischen, zur Monochromie neigenden Ölmalereien. Bis Mitte der 70er Jahre spielen Bezüge zum Thema der Landschaft eine Rolle. Aus den zentimeterdicken Farbflecken lösen sich allmählich hieroglyphenartige Schriftzeichen, zunächst noch als Buchstaben lesbar, später immer mehr in abstrakter und einfacher Form. Aus «Rebellion gegen die Speckigkeit der Farbe» greift er zum Aquarell und schließlich zu rein zeichnerischen Mitteln über. Hartmann findet dabei allmählich zu einer prägnanten, aus zahllosen Piktogrammen bestehenden Bildsprache. Wenn er gebrauchtes Material, wie zum Beispiel aus alten Büchern entnommenes Papier, verwendet, verbinden sich Bildträger und darübergemalte Zeichen zu Objekten, die wie fingierte Kulturrelikte wirken - als ob sich Vergangenheit und Gegenwart begegneten.


Neben Papier, Schiefer und Holz tritt ab 1975 das Leinentuch als bevorzugter Träger seiner Zeichnungen in Erscheinung, was besonders wegen der extremen Längs- beziehungsweise Hochformate Assoziationen an fernöstliche Gebetsfahnen oder Schriftrollen weckt. Die linearen, oft in schwarzer Tusche ausgeführten Zeichen verteilen sich meist wie ein rapportloses Stoffmuster über das weisse Leinen. Während manche der Werke, geschriebenen Texten gleich, horizontal gegliedert sind und sich in ihnen absatzartige Unter-brüche und Einschübe erkennen lassen, bilden andere ein gleichmäßiges All-over skripturalistischer Zeichen. In einzelnen Arbeiten tauchen Buchstaben, zum Teil auch Sätze, oder gegenständliche, oft figürliche Elemente auf. Hartmanns individuellen Hieroglyphen – einzelne wie der Fisch oder das Rad tauchen regelmäßig auf – lässt sich eine Bedeutung beziehungsweise eine Erzählstruktur nur intuitiv abgewinnen.


Einzelausstellungen (Auswahl)
 1967 erste Ausstellung in einer Winterthurer Waschanstalt
 1969 Galerie Paul von Solingen, Den Haag
Kleine Galerie, Zürich
 1970 Galerie Impact, Lausanne
 1971 Galerie Chichio Haller, Zürich
Galerie Haudenschild & Laubscher, Bern
 1972 Galerie Chichio Haller, Zürich
 1973 Galerie Burkarsthof, Neukirch TG
Galerie Am Platz, Eglisau
Galerie Het Kunstcentrum, Den Haag
 1974 Galerie De May, Lausanne
 1975 Galerie Im Zielemp, Olten
 1977 Kunsthaus, Glarus
Galerie Sigristenkeller, Bülach
 1978 Galerie Burkarsthof, Neukirch TG
Galerie Howeg, Hinwil
Galerie Ursula Wiedenkeller, Zürich
 1979 Galerie, Winterthur
 1980 Galerie Andre, Berlin


Gruppenausstellungen (Auswahl)
 1981 "Word as image', Alternative Museum, New York
 1982 "Schreibgestik, Galerie Scheidegger, Zürich
 1986 Kunsthalle Winterthur
gemeinsam mit Herbert Lienhard und Jörg Schwerzmann, Kunsthaus, Zug
 1990 "Schreibkunst", Kunstgewerbemuseum, Zürich
 1992 Atelier der Stadt Zürich, Genua
 1993 "Schrift + Zeichen", Galerie H, Burgdorf
Atelier der Stadt Zürich, Genua
 2006 Kunst in Steffisburg - 35 Jahre Kunstsammlung, Villa Schüpbach, Steffisburg
Zürichsee Maler, Zürichsee Auktionen, Zürich
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